Claus-Dieter Wollitz wechselt vom FC Energie Cottbus zum 1. FC Magdeburg

FC Energie CottbusSchon lange hatte sich der Wechsel angekündigt, nun ist dieser vollzogen. Claus-Dieter Wollitz wird künftig die Mannschaft des Fußball-Drittligisten 1. FC Magdeburg trainieren. Vor rund einer Woche kam es zunächst beim bisherigen Verein des 54-Jährigen, dem FC Energie Cottbus, zur Trennung. In beiderseitigem Einvernehmen, wie es so schön in der veröffentlichten Vereinsmitteilung heißt.

„Die Verantwortlichen des FC Energie und Claus-Dieter Wollitz haben sich am Freitagmittag (20. Dezember, Anmerkung der Redaktion) zusammengesetzt und sind dabei zu der Erkenntnis gekommen, den noch bis Sommer 2020 laufenden Vertrag per 31.12.2019 im beiderseitigen Einvernehmen aufzulösen“, lautet dabei der genaue Wortlaut gegenüber dem RBB. Das Training bei den Lausitzern wird nun vorerst von Nachwuchsleiter Sebastian König geleitet.

Wann werden die Fans wieder zu Drittligaspielen ins Stadion der Freundschaft strömen können?

Wollitz hatte zuletzt mehrfach fehlendes Vertrauen aus der Vereinsführung beklagt. „Es fällt mir richtig schwer und tut mir auch weh, aber diesen Erfolg in der Rückrunde zu bestätigen, wäre aus meiner Sicht nur möglich gewesen mit tiefster Überzeugung und tiefstem Vertrauen“, sind dann auch dessen Worte zum Abschied. Vielleicht nutzt er ja die Zeit, um die Angebote an Online Wetten zu studieren, zumindest sollten Fußballfans über die Feiertage dazu Zeit haben. Vertreter des FC Energie, die auch den Rücktritt von Präsident Werner Fahle zu verkraften haben, waren dagegen zu keiner weiteren Stellungnahme bereit und machen sich nun auf die Suche nach einem geeigneten Nachfolger.

Dreieinhalb Jahre auf einer Achterbahn

Bereits von 2009 bis 2011 trainierte Wollitz die Mannschaft des FC Energie. Damals mit dem Ziel, den direkten Wiederaufstieg in die erste Bundesliga zu schaffen. Im ersten Jahr landete die Mannschaft jedoch nur auf dem neunten Rang (47 Punkte), ein Jahr später sprang auch nur der sechste Tabellenplatz (55 Punkte) heraus. Als dann der Start in die Spielzeit 2011/12 recht holprig war, trennten sich die Verantwortlichen von Wollitz.

Ohne Profifußball kommen nicht mehr so viele Fans ins Staden.

Im April 2016 kehrte der gebürtige Westfale dann in die Lausitz zurück. Dieses Mal ging es darum, den Verein vor dem Abstieg aus der dritten Liga zu bewahren, was jedoch nicht gelang. Stattdessen musste der FC Energie vorerst in der Regionalliga Nordost auf Punktejagd gehen. Nach zwei Jahren in der vierthöchsten Spielklasse gelang dann mit dem Relegationserfolg gegen den SC Weiche Flensburg 08 die Rückkehr in die dritte Liga. Am Ende einer dramatischen Spielzeit 2018/19 fehlte dann jedoch im Vergleich zu Eintracht Braunschweig nur ein Tor zum Klassenerhalt, wodurch die Cottbuser in der laufenden Saison wieder viertklassig sind.

Beim 1. FC Magdeburg ersetzt Wollitz den glücklosen Stefan Krämer

Beim 1. FC Magdeburg scheinen die Verantwortlichen auf die Geschehnisse in Cottbus gewartet zu haben. Denn nur drei Tage nach der Vertragsauflösung von Wollitz beim FCE wurde Stefan Krämer von den Aufgaben als Cheftrainer des FCM freigestellt. „In Analyse der großen Leistungsschwankungen unserer Mannschaft in der Vorrunde sehen wir unsere Entwicklungsziele gefährdet“, erklärte hierzu Magdeburgs Geschäftsführer Mario Kallnik.

Und noch am selben Tag wurde dann die Verpflichtung von Claus-Dieter Wollitz bekannt gegeben. Der Fußballlehrer unterschrieb zunächst für anderthalb Jahre bis zum 30. Juni 2021 bei Elbstädtern. „Die Aufgabe beim 1. FC Magdeburg stellt eine große Herausforderung dar, auf die ich mich freue“, war als kurzes Statement vom 54-Jährigen zu vernehmen.

Richtig los geht es dann auch erst im neuen Jahr. Am 2. Januar werden die Magdeburger Spieler das Training dann unter ihrem neuen Trainer wieder aufnehmen. An diesem Tag wird dann Wollitz auch offiziell vorgestellt werden. Viel Zeit bis zum ersten Pflichtspiel bleibt dabei nicht, denn schon am 25. Januar starten die Magdeburger mit dem Heimspiel gegen den FSV Zwickau wieder in die Rückrunde der dritten Liga. Aktuell liegen die Blau-Weißen zwar noch auf dem zwölften Rang der Tabelle, doch der Abstand zu den Aufstiegsrängen liegt bei gerade einmal sechs Punkten. Mit einer guten Serie könnte somit schnell wieder der Anschluss zu den Spitzenrängen hergestellt werden.

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